cardboard vr-box

Google im VR Dilemma

Entwickelt man eine Virtual Reality App für Android wird man schnell mit der Fragmentierung des „VR Standards“ konfrontiert. Aber auch für Anwender ist dies nicht unproblematisch.

Nutzer, welche unter Android in den Genuss von VR kommen wollen, haben bei der Anschaffung einer VR Brille eine große Auswahl. Dass dahinter verschiedene Standards stehen ist dem User meist nicht bewusst. Entwickler dürfen sich durch den Dschungel kämpfen und müssen meist mehrere Versionen bereitstellen. Es folgt ein kleiner Überblick über die aktuell erhältlichen VR Brillen für Android Smartphones und ihre Standards.

Android VR Brillen

Cardboard v1
Diese VR Brillen werden meist aus Karton hergestellt und weisen einen magnetischen Schieberegler an der Seite auf (one button input). Wird auch 2017/18 noch verkauft.

Cardboard v2
Auch diese VR Brillen werden meist aus Karton gefertigt. Ein Button an der Seite simuliert eine Berührung am Bildschirm (one button input).

VR-Box (und ähnliches)
Eigentlich kein offizieller Standard, aber aufgrund der hohen Verbreitung sollte er eigentlich als solcher behandelt werden. Wird meist aus Kunststoff gefertigt und mit einem nicht 3DOF fähigen Bluetooth Controller ausgeliefert. Kompatibel zu Cardboard v2.

Daydream v1 & v2
Diese VR Brille ist aus Stoff und Kunststoff gefertigt und wird mit einem 3DOF fähigen Bluetooth Controller ausgeliefert. Kompatibilität zu Cardboard v2 ist gegeben. Für Apps wird ein eigener Store verwendet. Leider sind aktuell nur wenige Smartphones kompatibel.

Gear VR
Aus Kunsstoff gefertigt und wird je nach Modell mit oder ohne 3DOF fähigen Bluetooth Controller ausgeliefert. Für Apps wird ein eigener Store verwendet (Oculus). Eine Kompatibilität zu Cardboard v2 ist gegeben. Besitzer eines S8 können Daydream Apps verwenden, alle leistungsschwächeren Geräte nicht. Leider ist die VR Brille nur zu einer Handvoll Samsung Smartphones kompatibel.

Es gibt noch eine Menge weiterer VR Brillen für Android, aber die Meisten lassen sich einer der oberen 5 Kategorien zuordnen. Eigentlich wird von Google das Cardboard v1 nicht mehr unterstützt. So befindet sich auch in den meisten Entwickler Tools keine API für den magnetischen Schieberegler. Da aber über 16 Millionen Cardboards v1 im Umlauf sind (Quelle Wikipedia) und auch weiterhin welche verkauft werden, bleibt dem Entwickler eine Unterstützung dennoch nicht erspart.

Welche VR Brille ist die richtige?

Entwickler brauchen zu Testzwecken wohl oder übel Zugang zu allen 5 Varianten.
Konsumenten mit kompatiblen Smartphone holen sich ein „Gear VR“ oder ein „Daydream“ Headset. Alle anderen greifen zur VR-Box mit Controller. Die gibt es schon für lächerliche 10€.

Welche VR Brille benutzt du?

Du hast eine Android VR Brille im Einsatz und kannst eine Empfehlung aussprechen? Dann bitte ab in die Kommentare damit!

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2 Gedanken zu „Google im VR Dilemma

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